Darstellung der geometrischen Eingabewerte und der Gleitlinien des Beispiels demo-6 sowie der Erddrücke auf die Wand.
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Dieses Beispiel entspricht Demo-1b (mit q = 5 und c = 10 kN/m2) jedoch mit 4 verschiedenen parallelen Schichten oder 3 sichtbaren horizontalen Schichtgrenzen in ze = 1,5, 3,0 und 5,0 m tiefe. Dabei ist γ/φ/c = 18/22,5/5,20/25/5,21/27,5/15 und 22/30/10 sowie β = 14,036 ° und die gewogene Wandreibung δ = 2/3·24,578 = 16,385°. am Fuß der Wand, also für z = 6 m wird dafür Eah = 113,78 kN/m und eah = 42,12 kN/m2. Wenn die Schichtneigung parallel zur Oberfläche wäre, dann würden Eah (6) = 106,55 kN/m und eah(6) = 40,73 kN/m2 sich ergeben.
Nach der üblichen Berechnung können die Erddrücke nur unter der Voraussetzung gefunden werden, dass alle Schichten parallel zur Erdoberfläche verlaufen. Dabei ergibt sich Eah (6) 15 % unter dem genauen Wert von 112,78 k/Nm. Letzterer wurde aus einer einzigen maßgebenden geraden Gleitlinie mit θa = 56,01° direkt gewonnen. Üblicherweise wird zuerst die ungenaue Erddruckverteilung ermittelt und dann daraus die gesamte Erddrucklast bestimmt. Die horizontalen Sprünge bei eah(z) an den Schichtgrenzen folgen aus dem Unterschied der Differenzialquotienten d[Eah(z)]/dz bzw. aus dem Unterschied von γ·z·Kagh beiderseits der Grenze.
Die gepunkteten Linien für den Mindesterddruck zeigen min Eah(z) ziemlich genau als Parabel und stets positiv, während mind eah(z) nahezu eine Gerade darstellt mit kleinen Knicken an den Schichtgrenzen, weil auch bei konstantem inneren Reibungswinkel min φ = 40° die einzelnen spez. Gewichte unterschiedlich gewählt wurden.