Darstellung des Beispiels: demo-14 für den Nachweis (g) mit den Gleitlinien für SNl = 1 Lagen und mit den Erddrücken auf die Wand ... Seite 6

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Hier wird das Lehrbeispiel 9 aus [10] verwendet. Es zeigt einen 5 m tiefen Geländeeinschnitt, der durch eine Bohlträgerwand mit 1,4 m Einbindung gesichert ist. Eine Lage Verpressanker, 1,4 m unterhalb des Geländes, im Abstand von 2,2 m soll diese Aufgabe übernehmen. Um die tiefe Gleitfuge nach Kranz nachzuahmen, wird die lotrechte Zwischengleitfuge durch die Mitte der 5 m lagen Verpressstrecke gelegt. Die für die größten Ankerschubkräfte verantwortliche Gleitfuge stellt sich jedoch wesentlich steiler, nämlich unter ϑa,t = 57,4° ein. Dafür wird die erf. Ankerprüflast Np = 324,8 kN, und wegen erf. Nsp = 379,0 kN/m reichen dafür Einstabanker ø 26,5 Bst 835/1030 mit Ns = 460 kN. Der Nachweis der Ankersicherheit nach Kranz liefert mit ηA = 170,63/44,98 = 3,79 ebenfalls einen ausreichenden Wert. Diese Untersuchung wird jedoch durch die beiden durchgeführten Nachweise der äußeren und inneren Ankersicherheit überflüssig.
Die ebenfalls dargestellten und genauer ermittelten Erddrücke auf die Wand sind geringer als in dem obigen Lehrbeispiel.

 

Schlussbemerkung:
In den Demo-Beispielen sind die neuen Bezeichnungen noch nicht übernommen worden, zum Beispiel für die Grenzzustände und die Ergebnisse.
Alle hier kurz dargestellten Beispiele werden in der herunterladbaren Beschreibung zu dem Nagel-Anker-2-Programm zusammen mit weiteren Beispielen ausführlich erläutert, allerdings dort mit den neuen Bezeichnungen nach EC7.1 bzw.DIN 1054- 2010.