Darstellung des Beispiels: demo-11 für den Nachweis (g) mit den Gleitlinien für SNl = 1 Lagen und mit den Erddrücken auf die Wand ... Seite 6

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Dieses Beispiel aus der Veröffentlichung [11] zeigt eine Schlitzwand vor 4 verschiedenen Erdschichten mit Kohäsion, die nur durch eine Ankerlage in 1,5 m Abstand in 2 m Tiefe rückverhängt ist. Im Gegensatz zu den vorausgehenden Beispielen wird sie als Trägerwand auf ihrer Rückfläche durch eine vertikale Reibungskraft Rv und am Fuß durch einen horizontalen Erdwiderstand, der mit Sicherheit größer als die unter Auflagerkraft Bh sein muss, entlastet. Diese Seite zeigt die ungünstigste Gleitlinie A - E und die fü max. ZA ungünstigste, bei Fz geknickte Gleitlinie, welche beide die Verpressstrecke nicht schneiden.
Der gesamte Erddruck auf die 11,8 m hohe Wand beträgt nach der genauen Berechnung (mit gleichzeitiger Berücksichtigung der Kohäsion) Eah = 296,0 kN/m, während in [11] nach DIN 4085 Eah = 314,9 kN/m ausgerechnet wird. Neben dem Verlauf von Eah(z) wird auch die Verteilung des durch Differenzieren gefundenen spezifischen Erddrucks eah(z) als Funktion der Tiefe z dargestellt. Dabei wird der Mindesterddruck berücksichtigt. Die Ähnlichkeit mit der nach DIN 4085 ganz anders ermittelten Erddruckverteilung ist beeindruckend.
Aus den nicht abgedruckten Ergebnistabellen ersieht man nach der alten DIN 1054 die erf. Prüflast Np = 362,8 kN und die erf. Streckgrenze des Ankerstahls Nsp = 554,5 kN. Die entsprechenden Werte nach der neuen DIN lauten erf. Pp = 471,8 kN und erf. Rikp = 496,6 kN.